Die Auto-EQ-Funktion arbeitet anders als bei vielen Mitbewerbern. Bei diesen ist es erforderlich, dass ein kalibriertes Mikrofon verwendet wird, welches den Frequenzgang am Hörplatz aufnimmt und die Entzerrungskurve dann an ein vom Entwickler festgelegtes Ideal anpasst. Zum Zeitpunkt der Entwicklung hat der Entwickler eine Vorstellung davon, wie der Subwoofer klingen soll. Die unbekannte Größe der klangverändernden Elemente ist dann aber der Raum, der – will man den Raumeinfluss ausgleichen – einen Equalizer erforderlich macht. Idealerweise passt der Equalizer die Entzerrungskurve so an, dass sich am Hörplatz der vom Entwickler gewünschte Frequenzgang ergibt. Dies ist der Ansatz, den ELAC verfolgt. Es ist kein kalibriertes Mikrofon mehr erforderlich, sondern es wird einfach das im Smartphone eingebaute Mikrofon verwendet.

Zunächst wird das Smartphone nah an die Schallaustrittsöffnung (das sog. „Nahfeld“) des Subwoofers gehalten. In dieser Position ist der gemessene Frequenzgang quasi frei von allen Raum-Einflüssen und spiegelt den vom Entwickler gewünschten Frequenzgang wider. Nachdem der Frequenzgang abgespeichert worden ist, wird das Smartphone an die Hörposition gehalten und eine weitere Messung durchgeführt. Daraufhin werden Filter so gesetzt, dass die Frequenzgangkurve am Hörplatz der im Nahfeld gemessenen entspricht. Der Trick hierbei ist, dass der Frequenzgang des im Smartphone eingebauten Mikrofons ohne Belang ist, da durch das Abziehen beider Messungen voneinander nur noch der Raumanteil übrigbleibt und der Frequenzgang des Mikrofons somit eliminiert wird. Das Resultat ist, dass der Klang am Hörplatz dem entspricht, den der Entwickler ursprünglich entwickelt hat – eine ausgesprochen clevere Technik!.